FLINTA, Flucht & Feminismus
22.03.2026 · 18:00 – 20:00Uhr
Feierwerk Farbenladen
- Podiumsdiskussion
© We Won't Shut Up!
Flucht und Feminismus stehen in enger Verbindung miteinander: Die Verknüpfung von Rassismus, Sexismus und Antifeminismus bietet die Grundlage für intersektionale Diskriminierung. Wir wollen gemeinsam über verschiedene Arten des Feminismus, FLINTA*-spezifische Fluchtgründe und Genderrollen im internationalen Kontext sprechen und uns austauschen. Unsere Referentin, Leila Kayyali wird uns dafür in diese Themen mit einem Vortrag einführen. In einem anschließenden Gespräch wird sich auch ROSA Rolling Safespace beteiligen und Ihre Erfahrungen teilen.
Leila Kayyali
Moderatorin
Mein Name ist Leila Kayyali, Politologin und Masterstudentin in Gender Studies und komme aus Bochum. Ich bin in 2015 nach
Deutschland mit meiner Familie über die Balkan Route geflohen, nach dem Kriegsanfang in meiner Heimatstadt Idleb in Syrien. Ich bin Menschenrechtsaktivistin und arbeite momentan an einem Projekt in Dortmund über Politische Bildung von Migratischen Junge Menschen, Fokus ist Dialog und freie Lernräume zu schaffen, um Teilhabe zu ermöglichen. Mich beschäftigen Themen wie Identität, Intersektionalität und die Narrative weiblich gelesener Menschen auf der Flucht.Bildrechte: © Leila Kayyali
ROSA Rolling Safe Space
Diskussionsteilnehmerinnen
Der gemeinnützige Verein ROSA e.V. wurde im März 2021 gegründet. ROSA ist eine politische Vereinigung mit einem intersektionalen Blick auf
die Gesellschaft und einem queer-feministischen und antirassistischen Grundkonsens. ROSA wurde gegründet, um zu zeigen, wie humanitäre Hilfe feministisch gestaltet und umgesetzt werden kann. Obwohl Geschlechtergerechtigkeit zwar als Menschenrecht deklariert und in den Sustainable Development Goals festgehalten ist, wird diese von der europäischen Staatengemeinschaft nicht gewährleistet – insbesondere nicht für Menschen auf der Flucht. Humanitäre Notlagen verstärken bestehende Geschlechterungleichheiten. Neben allgemeinen Fluchtursachen (wie Krieg, Verfolgung, Ressourcenmangel) erleben u.a. Frauen oft zusätzliche, genderspezifische Belastungen, die sie zu einer Flucht zwingen. Hierzu gehören Femizide, Zwangsverheiratungen, Genitalverstümmelungen und das Vorenthalten grundlegender Rechte wie das Recht auf Bildung oder die Selbstbestimmung über den eigenen Körper. Trotzdem und trotz Abkommen wie der Istanbul Konvention gibt es keinen konsequenten Schutz für Frauen und weiblich sozialisierten Menschen auf aktuellen Fluchtrouten. ROSA bietet deshalb konkrete, gendersensible Unterstützung für Menschen auf der Flucht an und betrachtet die Überschneidung von Geschlecht und Flucht politisch. In Form des Rolling Safespace stellt ROSA eine mobile Anlaufstelle bereit, die sich an die Umstände und Belastungen von Frauen auf der Flucht richtet und einen geschützten Raum für Empowerment bietet.Bildrechte: © ROSA Rolling Safespace